Ahsoka Tano
Film/Serie: The Clone Wars
Kostüm umgesetzt von:

Kostümbau:
- Leder für Manschetten
- Lederhandschuhe
- Ledergürtel
- Schuhe
- Fimo GOLD
- kleine Gürteltasche
- Braune Farbe (Sprühlack matt)
- Lackstift Silber
- Brauner Stoff (für Kleidung)
- Lederkappe
- PU-Schaum
- Pappmaschée
- Latex
Rock/Bustier
Recht kompliziert begann der Kostümbau mit der Suche nach dem passenden Stoff.
Dieser durfte natürlich nicht zu "glatt" sein, musste aber auch halbwegs hautverträglich sein und musste natürlich ungefähr den richtigen Braunton aufweisen. In einem kleinen Stoffladen in Nürnberg wurden wir schließlich fündig.
Genäht wurde von Oma, nochmal vielen Dank an dieser Stelle.
Der Bustier ist ein Eigenentwurf, der hinten mit normalen kleinen Häckchen geschlossen wird und innen mit Futtertaft zum besseren Tragekompfort hinterlegt wurde. Zusätzlich wurden durchsichtige BH-Träger angebracht um ein versehentliches verrutschen zuverlässig zu unterbinden.
Der Rock wurde von uns als Hosen-Wickelrock entworfen und sieht im momentanten Stadium nur von Vorne wirklich wie ein Rock aus, da wird im nächsten Rock besser, zum Glück wachsen Kinder ja schnell.
Der "Latz" vorne am Rock wurde aus einem Stück Kunstleder, dessen Rückseite die richtige Farbe hatte, erstellt. Das Muster haben wir mit einem Screenshot aus der Serie erstellt.
Dazu einfach den "Latz" auf einen Aufkleber in passender Größe drucken und die Stellen, die dann braun werden müssen, ausschneiden. Diese Schablone haben wir dann auf das Kunstleder geklebt und mit dem Sprühlack das Muster aufgebracht.
Ledermanschetten
Nähen mit Leder ist nicht jedermanns Sache. Man brauche nicht nur das Material, sondern auch das passende Werkzeug. Da außerdem ein Vernähen sofort richtig teuer wird, haben wir uns einen Schuster gewendet (Schusterei Jahnke in Wolfenbüttel).
Dort wurden wir mit unserem Wunsch und ein paar Ausdrucken aus der Serie vorstellig und suchten das Leder und die Schnallen aus. Auch eine flache Gürtelschnalle fanden wir, die sich gut als Basis für die "echte" Schnalle anbot.
Nach kurzer Zeit fanden wir die fertigen Teile in unserer Post, wirklich genau, wie wir es und gedacht hatten.
Nochmals DANKE für die super Erfüllung unseres doch etwas ungewöhnlichen Wunsches.
Handschuhe
Die Handschuhe waren etwas schwierig zu finden, Damen Lederhandschuhe
im passenden Rotbraun sind nicht gerade modern, und so suchten wir
diverse Geschäfte ab bis wir irgendwann endlich die passenden Handschuhe
im selben Farbton, den die Manschetten haben, fanden.
Im Anschluss haben wir einfach die Finger abgeschnitten und fertig waren
sie.
Gürtel
Den Gürtel haben wir zusammen mit den Ledermanschetten anfertigen lassen, so dass er den passenden Braunton hat. Als Gürtelschnalle haben wir eine schlichte, flache gewählt, die wir durch Aufkleben eines Fimo Trapezes in die richtige Form gebracht haben.
Die Tasche und die beiden kleinen Behälter sind eine alte, braun angesprühte Werkzeugtasche bzw. aus Fimo gefertigt.
Kopf
Soweit so einfach!
Der mit Abstand arbeitsaufwändigste Teil war die Herstellung des Kopfes.
Eine Cabrio-Lederhaupt in passender Größe dient als
Träger.
Die Kappe setzten wir einem alten Frisierkopf auf und hingen diesen,
überzogen mit einer Plastiktüte, damit nichts verklebt, kopfüber in
einen großen Karton. Nun spritzen wir den Karton komplett mit PU-Schaum
aus und ließen diesen einige Zeit aushärten.
Aus diesem Block haben wir nun die Grundform des Kopfes geschnitzt und gefeilt, abgesehen von den beiden Lekus links und rechts.
Diese wurden später aus Stoff gefertigt und mit Watte ausgestopft, so dass der Kopf hier flexibel beleibt und beweglich ist.
Als nächstes wurde der PU-Schaum mit Pappmachée verspachtelt, damit
die grobe Struktur der Schaumbläschen nicht mehr zu sehen ist. Nebenbei
wird die Oberfläche jetzt auch sehr fest und stabil, während das Gewicht
immer noch sehr niedrig bleibt.
Nebenbei wurden mit dem Pappmachée auch die später bronzefarbenen
Schmuckteile um die Stirn geformt.
Jetzt kommt die Farbgestaltung.
Hier haben wir einen Fehler gemacht, indem wir
Eulenspiegel-Schminkfarben benutzt haben.
Zwar lassen sich diese hervorragend verarbeiten, sind aber leider
Wasserlöslich, was sich im nächsten Schritt, der
Oberflächenversiegelung, als Problem herausstellte.
Beim nächsten mal würde ich einfache Plakafarben benutzen, die dieses
Problem nicht haben.
Die Oberfläche haben wir mit Latexmilch robust machen wollen.
Leider war auf Grund der Eulenspiegelfarben ein Auftragen mit dem Pinsel
nicht möglich, da hier sofort das Blau in die weißen Bereiche
verschmierte.
Zum Glück konnten uns hier die Wölfe aushelfen, die uns die Milch mit
einem Airbrushsystem berührungslos aufbringen konnten.
Nochmal einen riesigen Dank, das hat den Kopf gerettet!

